Allgemeines
Wir bezeichnen unser eignungsdiagnostisches Verfahren zur wissenschaftlichen Kompetenzeinschätzung als Potenzialanalyse. Hintergrund ist, dass der Begriff Assessment Center (AC) ein auch durchaus negatives Image hat.
Man wirft, stellvertretend für andere, Autoren wie Hesse und Schrader sowie Püttjes und Schnierda vor, dass sie durch Bücher und Trainings die tatsächlichen Kompetenzen von Teilnehmern verfälschen.
„Wir zeigen Ihnen, wie Sie Assessment Center erfolgreich bestehen…“
„Setzen Sie sich mit den Vorlieben der Beobachter auseinander...“
„Nutzen Sie die Wahrnehmungsfehler der Beobachter...“
„Getestet wird, ob der Bewerber schauspielerische Qualitäten vorzutragen versteht...“
Viele sagen, wer derart vorbereitet in ein Diagnoseverfahren ginge, tendiere eher zum Zeigen antrainierter Verhaltensweisen (skills) als zum Zeigen wirklicher Potenziale (traits).
Weiter wird klassischen AC vorgehalten, dass ihre Konstruktvalidität nicht ausreichend sei, dass die eingesetzten Aufgaben seit Jahrzehnten bekannt seien und dass der beste Schauspieler die besten Bewertungen erhielte.
Kurz: Diese AC sind mehr als verbesserungsbedürftig und die Teilnehmer verdienen es, sich angstfrei bewerten zu lassen.
Rückblick
Nach einer ausführlichen Analyse der bestehenden AC-Situation sahen wir uns vor folgenden Aufgaben:
- Entwickeln neuer unbekannter Diagnoseinstrumente
- Schaffen von gruppendynamischen Prozessen, um authentisches Teilnehmerverhalten zu provozieren.
- Suche nach Kooperationspartnern, die mit wissenschaftlicher Neutralität das erste Verfahren zur Ermittlung von Führungskompetenzen entwickelten und begleiteten.
Über 2 ½ Jahre wurde die Ellernhof-Potenzial-Analyse von 2 Hochschulen unterstützt und die wissenschaftlichen Parameter festgehalten.
Presseartikel: Authentisches Verhalten provozieren
Uns war die wissenschaftliche Neutralität wichtig, denn schlechte AC gibt es genug. Auch ging es uns darum, den u.a. durch Authentizität entstehenden „Flow“ wissenschaftlich untersuchen zu lassen.
Presseartikel: Outdoor AC: Authentizität verspricht Prognosequalität
Wir wollten belegen, dass erlebnisorientiertes Handeln im Outdoorbereich wahre Kompetenzen freilegt. Dies gelang uns z.B. durch Untersuchung der „Internen Konsistenz der Dimensionen“ der Ellernhof-Potenzial-Analyse über 2 ½ Jahre hinweg.
Interne Konsistenz der Dimensionen
| Cronbach’s Alpha | |
| Überzeugungskraft | .64 |
| Sozialintegrierendes Unterstützen | .73 |
| Extraversion | .80 |
| Kreatives Lösen | .63 |
| Analytisches Denken | .77 |
Fazit
Es ist uns gelungen einen wichtigen Beitrag zu eignungsdiagnostischen Verfahren zu liefern.
Ferner belegen neutral erhobene wissenschaftliche Ergebnisse, dass unser erlebnisorientiertes Verfahren die Vorhersagekraft bzgl. zukünftigen Führungsverhaltens deutlich verbessert. Die Verfahrens-Akzeptanz der Teilnehmer mit ca. 98 %, liegt weit über den Aussagen zu den von klassischen Verfahren im Indoorbereich. Ein Grund hierfür liegt darin, dass die von uns entwickelten Outdoor-Tools, wie z.B. ein unterirdisches Labyrinth, die Teilnehmer authentische Kompetenzen –und nicht geschauspielerte– zeigen lassen.

